Altpapier

Die DIN 6730 bezeichnet „Altpapier“ als Oberbegriff für Papiere, Kartonagen und Pappen, die außerhalb der Fabrikation nach ihrem Gebrauch erfassbar anfallen. Das Altpapieraufkommen in Deutschland lag 2013 bei 15 Millionen Tonnen.

Betrachtet man die gesamte Menge, so ist Altpapier der wichtigste Rohstoff der Papierindustrie. Mit etwa drei Vierteln Anteil am Faserstoffeinsatz liegt es gegenüber anderen Ressourcen wie Holz- oder Zellstoff weit vorne. Die Altpapier-Einsatzquote gibt das Verhältnis zwischen verbrauchtem Altpapier und produziertem Papier an. Sie variiert von Papiersorte zu Papiersorte. So ist sie zum Beispiel bei Verpackungs- und Zeitungspapieren deutlich höher als bei technischen Papieren. Die Altpapier-Rücklaufquote hingegen ist das Verhältnis vom gesamten Altpapieraufkommen zum gesamten Papierverbrauch. 2013 lag sie bei 74 %.

Es existieren verschiedene Altpapierqualitäten. Durch Schwankungen in der Faserqualität lassen sich einzelne Sorten allerdings nur schwer voneinander abgrenzen. Dennoch zählt der Handel über 40 Altpapier-Handelsklassen. Je nach Reinheitsgrad des Rohstoffs (z.B. Späne aus der Druckerei mit einer hohen Reinheit oder gemischtem Altpapier aus dem Haushalt mit eher niedriger Reinheit) ist es auf der Qualitätsskala weiter oben oder weiter unten angesiedelt.

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