Hanf

Die ursprünglich aus Asien stammende und in Europa kultivierte Hanfpflanze wird bis zu 3,5 m hoch. Aus ihr kann eine robuste und wasserfeste Bastfaser gewonnen werden. Diese ist dann für den weiteren Aufschluss in der Papierindustrie von Bedeutung. Zwar ist der Anbau von Hanf seit 1989 aus naheliegenden Gründen verboten, doch ist seit Juni 1995 der Anbau des THC-armen Faser-Hanfes wieder erlaubt.

Die Hanffaser besteht zu 75 Prozent aus Zellulose, aus der Zellstoff gewonnen wird. Brechen und Walzen der Stängel trennt die Fasern vom Rest der Pflanze (Faseraufschluss). Übrig bleiben schließlich jene Fasern und andererseits die Schäbe: gleichmäßige, holzähnliche Teilchen. Unterschieden werden Langfaseraufschluss (lange Fasern als Ergebnis), Kurzfaser- und Gesamtfaserlinie. Das Langfaser-Verfahren ist aufwändiger und traditioneller, die Kurzfaserlinie verzichtet vor allem auf Wasserröste und Parallellage des Strohs. Letzteres ist ein deutlich kostengünstigeres Verfahren, weshalb es gerne zur Gewinnung von Hanffasern für technische Zwecke verwendet wird.

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