Japanpapier

Wie der Name verrät, stammt dieses Papier aus Japan. Teilweise wird es aus sehr seltenen Faserstoffen erzeugt, die für eine sehr spezielle Beschaffenheit sorgen. Die Fasern werden von Hölzern in niedriger Wuchshöhe gewonnen. Grundlage sind oft der Papierbaum (Gampi), der Papiermaulbeerbaum (Kozo) oder die Edgeworthia chrysantha (Mitsumata). Gampi wächst ausschließlich dort, wo ein milderes Klima vorliegt wohingegen Kozo häufiger angebaut wird und damit günstiger ist. Japanpapiere können sehr widerstandsfähig sein. Aber auch eine feine Faserung und ein hoher Grad an Weichheit sind möglich, besonders bei Verwendung von Mitsumata.

Bereits seit über 1300 Jahren wird aus Pflanzenfasern Papier hergestellt. Mitte des 19 Jahrhunderts kam erstmals Papier mit Holzstoff als Grundlage zum Einsatz. Dadurch ging diese edle Papiersorte in ihrer Verbreitung zusehends zurück. Heute ist es einzig als Produkt für das Kunsthandwerk noch von Bedeutung. Dort in der japanischen Tuschmalerei, aber auch bei der Restauration alter Bücher oder den aus der traditionellen japanischen Architektur bekannten Shoji-Schiebewänden.

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