Laufrichtung

Die Laufrichtung gibt an, in welcher Richtung die Papiermasse über die Papiermaschine gelaufen ist. Daraus ergibt sich der sogenannte Faserlauf, der eine ganz entscheidende Bedeutung bei der weiteren Verwendung des Papiers hat. Der Faserlauf entscheidet über den Biegewiderstand eines Papiers, der naturgemäß längs des Faserlaufs und damit in der Laufrichtung geringer ist. Während der Papierherstellung schwimmen die Fasern frei und ordnen sich dann automatisch in Laufrichtung an. Es findet eine Unterteilung der hergestellten Papiere in Breitbahn und Schmalbahn statt (siehe auch „Breitbahn“).

Bei der Buchherstellung sollten die Fasern des Papiers parallel zum Buchrücken verlaufen. Damit wird eine Wellenbildung verhindert und das Buch lässt sich besser aufschlagen. Beim Falzen ist es besser, wenn die Laufrichtung parallel zum parallel zum Falzbruch verläuft. Umschläge von Zeitschriften oder Broschüren werden nur geheftet, daher kann ihr Faserlauf quer zum Falzbruch verlaufen um die Festigkeit zu erhöhen. Verschiedene Proben wie die Biegeprobe, Nagelprobe, Reißprobe oder Feuchtigkeitsprobe geben Aufschluss über die Laufrichtung des Papiers.

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