Zellstoff

Werden Pflanzenfasern chemisch aufgeschlossen, entsteht eine faserige Masse. Diese besteht hauptsächlich aus der pflanzlichen Zellulose. Dieser Rohstoff kann nur zur Papierherstellung eingesetzt werden. Fast der gesamte Anteil des weltweit hergestellten Zellstoffs (90 %) wird aus Holz gewonnen. In früheren Epochen wurde Zellstoff noch aus Textilien (Lumpen) gewonnen. Dies wird heute fast gar nicht mehr praktiziert. Ausgang war der steigende Papierbedarf im 19. Jahrhundert, der die Entwicklung effizienterer und somit industrieller Verfahren notwendig machte.

Nach Zerkleinern des Holzes (vorwiegend Laub- und Nadelhölzer) erfolgt eine Imprägnierung mit Kochflüssigkeit. Bei hohen Temperaturen und Druck findet nun auch der Bleichvorgang statt. Nach der Trocknung kann der Zellstoff zu Platten gepresst werden oder über eine Leitung direkt zur Papierfabrik befördert werden.

Qualitativ unterscheiden sich zwei Sorten: Nadelholz- und Laubholzzellstoff. Ersterer verfügt über lange und feste Fasern (etwa 3,3 mm Länge) und verleiht dem Papier eine höhere Druck- und Zugfestigkeit. Die kürzeren Fasern des Laubholzzellstoffs (etwa 1 mm) sind gut zur Herstellung glatter Papiere sowie Hygienepapiere geeignet.

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